Trägeröle: so findest Du deinen best Buddy (Teil 1)

Du bist einzigartig. Genau wie deine Haut. Damit Du nicht lange suchen musst um das beste Trägeröl für dich zu finden, testen wir uns für dich durch. Heute: Kokos-, Mandel & Jojoba Öl.


Ich liebe es mich in den Duft meines Lieblingsöls zu hüllen, so dass es mich den ganzen Tag begleitet. Du auch? Dann führt an Trägerölen kein Weg vorbei für Dich.


Aber die Auswahl an Trägerölen ist groß. Und nicht immer ist jeder neue Hype oder die Non-Plus-Ultra Empfehlung deiner Freundin auch gut für dich. Folgende Punkte gilt es zu bedenken bevor Du shoppen gehst:


  • Geruch: Einige Trägeröle haben einen ausgeprägten Eigengeruch. Das kann soweit gehen, dass sie das Aroma deines Lieblingsöls verändern.

  • Konsistenz: Deine Haut kann einige Trägeröle besser absorbieren als andere. Überlege Dir daher genau was Du möchtest. Eventuell schaffst Du Dir je nach Jahreszeit auch unterschiedliche Öle an.

  • Haltbarkeit: Einige Trägeröle können länger gelagert werden als andere, ohne zu verderben. Überdenke daher ob Du sie großflächig, oder eher sparsam z.B. für die gelegentliche Herstellung von Rollerballs einsetzt

  • Hauttyp: je nach deinem persönlichen Hauttyp reizen oder verstopfen mache Öle deine Haut mehr als andere. Zum besseren Verständnis orientieren wir uns bei der Eignung für verschiedene Hauttypen am Komedogenitätsgrad, also in welchem Maße Hautunreinheiten begünstigt werden. Aber aufgepasst: Wenn wir davon sprechen, dass ein Öl komedogen ist, bedeutet das immer nur, dass es möglicherweise komedogen wirken kann. ... aber nicht nicht muss. Denn deine Poren verstopft nicht das Öl, sondern deine eigenen Hautschüppchen, abgestorbenen Hautzellen, Talg & Bakterien. Hautverträglichkeit ist also eine sehr individuelle Sache. Nicht komedogene Öle erhalten allgemein den Wert 0, maximal komedogene Öle den Wert 4-5. Wenn Du weißt, dass Du grundsätzlich anfällig für Hautunreinheiten und Mitesser bist, solltest Du Dir eher Öle mit einem Wert von maximal 3 ansehen.


Los geht's mit den Drei Großen: Kokosöl, Mandelöl & Jojoba Öl.


Der Allrounder: Fraktioniertes Kokosöl (FCO)


Falls du dich bei dem Gedanken an den süßlichen Kokosgeruch bereits an Pina Colada denkst und dich naserümpfend zu schütteln beginnst, kann ich dich beruhigen: fraktioniertes Kokosöl ist nicht dasselbe wie natives Kokosöl, das Du aus deinem Küchenregal kennst.

Durch die Fraktionierung (Aufspaltung) des Öls wird ihm sowohl sein typischer Kokosgeruch entzogen, als auch die Fettanteile entfernt, die das native Öl unter 25 Grad fest werden lassen. Übrig bleibt ein flüssiges, geruchs- und farbloses Öl, dass die Aromen deiner ätherischen Öle unverfälscht transportiert ohne dass Du dir dabei Sorgen um lästige Verfärbung deiner Kleidung machen musst. Ein echter Allrounder eben.


# Superkräfte

Fraktioniertes Kokosöl, meist abgekürzt als FCO, hat antiseptische und antimikrobielle Eigenschaften, so dass es das es auch bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen und Lippenherpes ein ideales Trägeröl ist. Außerdem ist Kokosöl pH-hautneutral, hat eine regulierende Wirkung auf das Säure-Basen-Gleichgewicht der Haut und verlangsamt den Abbau von Kollagen.


# Geruch & Konsistenz

FCO ist geruchsneutral und hat eine leichte Textur die sich gut auf der Haut verteilen lässt.

Es enthält gesättigte Fette, die der Haut helfen, feucht zu bleiben. Das sorgt für einen glatten und gleichmäßigen Hautton.


# Hauttyp

Fraktioniertes Kokosöl hat eine leichte Textur und zieht schnell in die Haut. Unserer Erfahrung nach meist ohne die Poren zu verstopfen und ein fettigen Film auf der Haut zu hinterlassen. Allerdings gilt Kokosöl grundsätzlich als komedogen und erhält je nach Quelle einen Wert von 2-4. Neigst Du also zu Mitessern kann es diese fördern. Sei daher insbesondere im Gesicht eher sparsam mit der Anwendung.


# Shopping

Ich bestelle mein FCO direkt bei doTERRA. Alternativ sind aber auch die Bio Produkte von Naissance, oder MeaVita eine gute Option.


Die Beatuy Queen: (Süßes) Mandelöl


Kalt gepresstes Bio-Mandelöl ist mein Go-to Körperöl z.B. in Cremes, Salben, Körper- und Badelotionen. Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sind unseren hauteigenen Fetten sehr ähnlich und werden deshalb von der Haut besonders leicht aufgenommen. Das macht Mandelöl zu einem idealen Transporteur für die ätherischen Öle und sorgt gleichzeitig für ein super-weiches Hautgefühl.


# Superkräfte

Mandelöl hat - Achtung Ladies - eine zellerneurende und aufpolsternde Wirkung und stärkt somit Bindegewebe und Hautelastizität. Eine kleine Geheimwaffe zur Vorbeugung gegen Dehnungsstreifen, nach und in der Schwangerschaft also. Mit seinem hohen Linolsäureanteil stärkt Mandelöl ausserdem die Widerstandsfähigkeit der Haut und beugt so UV-Schädigungen vor.


# Geruch & Kositenz

Mandelöl hat ein leicht süßes, nussiges Eigenaroma und eine mittlere Konsistenz. Es ist damit etwas ‚schwerer‘ als fraktioniertes Kokosöl.


# Hauttyp

Mandelöl ist gering komedogen (Wert 2-3) und besonders für trockene und empfindliche Haut gut geeignet. Hast Du dagegen ohnehin bereits fettigere Haut solltest Du vorsichtig sein: dann kann Mandelöl zu reichhaltig für dich sein und z.B. Hautunreinheiten begünstigen.